20.02.2017 – Die Israelis sind neugierige Menschen. An junge Backpacker sind sie gewöhnt. Vielleicht mache ich, da ich etwas älter bin, eine Ausnahme. Und vielleicht werde ich darum öfter gefragt. “Warum bist du hier?” “Ich gehe den Shvil.” “Den ganzen…?” “Nein, ich bin umgekehrt.” “Wie….” “Ich gehe die Wüste noch einmal.” “Nur jetzt umgekehrt.” Und dann, je nach dem, wo ich bin … Entweder “Warum…?” Ich bekomme das Gefühl, ich […]

19.02.2017 – auf dem Weg nach Shaharut. Ein sehr schöner, kühler Morgen. Keine Wolke am Himmel. Windstill. Die Luft ist kristallklar, die jordanischen Berge mit ihren schneebedeckten Gipfeln zum Greifen nahe. Im Kibbutz habe ich fast hektisch mein Zeug gepackt, als wäre ich auf der Flucht. Ich gehe. Tauche wieder ein… 13:30 Uhr, Shaharut. Fülle Wasser auf. Ganz schnell hat sich in mir dieses besondere Gefühl eingestellt. Als würde außen […]

18.02.2017 – Das Kibbutz erwacht. Hühner, Tauben, Esel und Ziegen melden sich und stellen ihre Ansprüche nach Versorgung und Fürsprache. Ich liege in meinem Schlafsack und höre dem Spektakel zu. Anscheinend habe ich mich in der Nacht entschlossen, noch einen letzten Tag hierzubleiben. “Without working”. Rumgammeln, in der Sonne liegen und lesen. Ich habe einen Tolino dabei. Sehr wichtiges Reisegerät. Früher musste ich schwere Bücher mitschleppen. Jetzt versorge ich mich […]

16.02.2017/17.02.2017 – Die letzten 2 Tage gehöre ich zum Technical Staff. Das heißt, ich werde durchs Gelände geschickt und führe Reperaturen durch. Das kenne ich von daheim, nur bei den elektrischen Dingen bin ich überfordert. Da habe ich keine Ahnung. Man hat Geduld mit mir. Es ist wieder kälter geworden. Auf den Gipfeln der Jordanischen Berge liegt Schnee. “It’s amazing”. Finde ich gar nicht. Mir wären 25 Grad im Schatten […]

15.02.2017 – Der Unterstand für die Hühner ist fertig. Die Hühner freuen sich. Den Rest des Tages in der Weinerei gearbeitet. Hauptsächlich Putzen. Karmaarbeit. Neot semadar ist wirklich kein herkömmlicher Kibbutz. Es geht nicht nur um das Arbeiten. Das geht viel weiter. Ist zum Beispiel der einzige Betrieb in Israel,  der organisch biologischen Wein herstellt. Verbindung zwischen den Menschen, eigene persönlich Entwicklung etc. Und das nicht theoretisiert sondern tatsächlich gelebt. […]

14.02.2017 – Kibbutzleben 05:15 Uhr,  Aufstehen, Meditation. Wie jedes mal nach ein paar Tagen Wüste und trotz allem Komfort kaum geschlafen. Ich habe mein Projekt “Shadow for the chicken”, zumindest nenne ich es so. Baue einen Unterstand für die Hühner. Schatten und gleichzeitiger Sichtschutz von oben. Die Falken sind scharf auf die Hühner. Somit aktiver Tierschutz. Arbeite allein, keiner redet mir drein. Samuel (El Jeffe) kommt hin und wieder vorbei. […]

13.02.2017 – Gehe früh los. Dunkle Regenwolken. Habe das Gefühl, ich laufe vor dem Regen davon. Zwischendurch regnet es dann. Wadi und Regen, da fühle ich mich höchst unwohl. Hört dann aber auch wieder auf. Im Kibbutz erinnern sich einige an mich. Begrüßen mich freundlich, nicht überschwenglich. Einfach nur “Schön dass du wieder da bist.” Als wäre es das Normalste von der Welt. Ist es ja vielleicht auch. Einrichten. Freue […]

12.02.2017 – Von Zofar zum Wadi Baraq Night Camp. Dieses Nightcamp ist mir beim letzten mal nicht aufgefallen. Ich muss im Januar aber hier vorbeigekommen sein. Soviel zur Wahrnehmung. Er ist recht schön hergerichtet. Die Stellen für die Zelte sind mit Kies ausgestreut. Ich finde Feuerholz für ein Feuer. Also ja, ich bin wieder auf dem Weg. Das vertraute Gewicht auf den Schultern. (plus 7 ltr. Wasser). Der Rhythmus des […]

11.02.2017 – Ich beginne den Tag mit einem Müsli und einer großen Tasse Cappuccino. Das habe ich mir verdient. Auf einem Glastisch mir gegenüber steht ein Tablett mit Resten. Sofort fallen ein Haufen Spatzen darüber her. Mit ihren Krallen finden sie auf dem Glas keinen Halt und rutschen in ihrer Hektik darauf herum. Sie erzeugen dabei kleine kratzende Geräusche. Ich finde einen Public Beach mit Duschen. Die meisten Strände gehören […]

09.02.2017/10.02.2017 – Ein Bokek am Toten Meer. “Wenn du Gott lachen hören möchtes, dann mache Pläne” … und ich höre ihn gerade sehr laut Lachen … Gestern Nachmittag geht diese elende Husterei wieder los. Ich versuche das zu ignorieren. Im Hostel spricht mich ein Ami darauf an. Er ist Arzt. “Sei doch nicht dumm. Fahr ans Tote Meer und kurier deine Bronchien. Andere fahren dafür sehr weit. “Gut, dann mach […]

Wieviel wiegt eine S

Ich habe an meinem letzten Schweigetag bei einem Spaziergang am […]

Der Garten

Stellen Sie sich einen Garten vor, in dem lange Zeit […]

Da ist er ja

Jesus Der Genagelte Der Hängende Der Liegende Der Wartende Der […]

Der Verrat

Ich sitze im Garten und trinke, sehr guten 15 Jahre […]

Zuversicht

Meine Mutter ist 93. Sie schwindet, langsam. Sie liebt Kakteen. […]

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