01.03.17 – Schlecht geschlafen. Obwohl ich das Zimmer für mich alleine habe. Kein Geschnorchel oder Schnarchen,  keine ungewünschte Nähe von anderen. Ich glaube, dass ist so, weil ich die Tage davor draußen geschlafen habe. Ich, alleine, der Himmel, das Meer, die Geräusche der Wellen. Da schlafe ich wie in Abrahams Schoß.

Es geht schon sehr früh los hier. Das Hostel liegt in einer recht engen Kurve. Busse quälen sich durch, im Gegenverkehr ein Pickup. Das geht nicht ohne wütendes Geschrei und viel Gehupe.

Ich habe das ganze Hostel für mich. Gehe runter zum Bäcker und zum Minimarket. Einkaufen für das Frühstück.
Haue mir drei Eier in die Pfanne, Salz drauf. Die Eier sind klein und haben eine sehr dicke Schale. Ich muss sie einige male hart auf den Pfannenrand schlagen, bevor sie aufgegeben. Meine Eier schmecken säuerlich, das war wohl doch kein Salz. Seis drum, trotzdem gut.

Ich laufe durch die Straßen. Was mir auffällt ist der viele Müll, überquellende Container und volle Mülleimer. Ich komme ins Gespräch. Hohe Arbeitslosigkeit, Isolation von den umliegenden Gemeinden. Ich erfahre, dass Jisr nur rund 10% an öffentlichen Mitteln bekommt wie zum Beispiel das benachbarte rein jüdische Cesarea (eine der reichsten Städte Israels). Das gilt auch für die Müllabfuhr.
Man versuch,  den Tourismus zu forcieren. Ahmads Hostel wird von ihm und seiner jüdischen Partnerin geführt. Er erzählt, dass der Anfang wegen Missgunst und Neid sehr schwer war. Jetzt besteht das Hostel seid 5 Jahren.

Ich gehe zum Strand und suche Muscheln und bunte vom Meer glattgeschliffene Glasscherben. Es ist warm, regnerisch und windig. An einer geschützten Stelle lege ich mich hin, lese und schlafe ein.

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