23.02.2017 – Im Night Camp. Ein Stück neben mir baut der “Dessert Man” (das steht auf seinem Jeep) ein Lager auf. Drei große Zelte, ein Haufen Equipment. Etwas später kommen drei Mädels an. Mit einer komme ich ins Gespräch. Sie haben vier Jahre Army hinter sich, sind alle drei Officers. Das strahlen sie auch aus.
Ein paar hundert Meter weiter lärmen mehrere Highschool Classes herum, laute israelische Rap Music. Das Night Camp ist vom Highway aus mit dem Bus erreichbar. Ein Lehrer, der an meinem Zelt vorbeikommt versichert mir,  dass sie bei Dunkelheit abziehen werden.

Ich bin reichlich geschafft. Beobachte das Ganze. Bin irgendwie froh, Leben um mich zu haben, aber nicht daran beteiligt sein zu müssen.  Es wird dunkel und mit der Dunkelheit legt sich Stille über das Camp. Vom “Dessert Man” aus wehen Essensgerüche herüber, ich rieche Feuer. Immer mehr Sterne tauchen auf. Entspanne mich, fühle mich irgendwie aufgehoben, döse weg.

“Jacob, would you like to join us? ” Eine weibliche Stimme. Die vier Damen sind wieder da. Sie laden mich ein. Zwei ihrer Ehemänner sind dazugestoßen. Es gibt Reis, Wein, Salat und über dem offenen Feuer gegrilltes Hühnchen, Lachen und Geschichten. Ich pfeife auf meinen Vegetarismus und haue rein.

Erwarte nichts und du bekommst alles, denke ich, als ich später einschlafe.

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